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Solidarität überwindet Grenzen: das Good Neighbour Project

Das Good Neighbour Project ist eine Kooperation der Evangelischen Kirchengemeinde Vorgebirge, Pfarrbezirk Alfter, Deutschland, und der St. Stephen’s Anglican Church, Erzdekanat Inalende, Diözese Ibadan,  Nigeria, und von ländlichen Kirchensprengeln des Erzdekanats Inalende, die zur Anglikanischen Kirche von Nigeria gehören. Das Projekt wurde im November 2002 ins Leben gerufen. Es fördert kleine Vorhaben, die den Lebensunterhalt der armen Landbevölkerung verbessern können.

Geförderte Projekte

Cassavamühle und Brunnen
Cassavamühle in Onibonla
Brunnen in Onikoko

Aus Mitteln der Kommunalen Entwicklungszusammenarbeit wurde bisher eine Cassava-Mühle im Dorf Onibonla (2003) und ein tiefer Brunnen im Dorf Onikoko (2004) finanziert. Diese Dörfer liegen im Regenwald 30 km nordwestlich der Millionenstadt Ibadan. Sie sind nicht als Dörfer der uns vertrauten Art zu verstehen. Es handelt sich jeweils nur um eine Anzahl von Lehmhütten mit Wellblechdächern ohne jeden Komfort. Es gibt keine Elektrizität, keine Wasserversorgung, keine richtigen Straßen. Die Einwohner leben vom Obst- und Gemüseanbau zur eigenen Versorgung und von Gelegenheitsarbeiten. Sie verfügen meist nicht über eine Berufsausbildung. Es ist das Ziel des Good Neighbour Project, den Menschen bessere Fertigkeiten zum  Obst- und Gemüseanbau und zur Fischzucht zu vermitteln. Eine Grundbedingung dafür ist ihre Bereitschaft, an dem Projekt durch einfache Arbeiten (z.B. Roden von Flächen, Erdbewegungen beim Bau von Brunnen und Fischteich) mit zu wirken und erlernte Fähigkeiten (z.B. für den Pflanzenanbau oder die Fischzucht) auch anderen Bewohnern in Nachbardörfern weiter zu vermitteln.

Aus Mitteln der Kommunalen Entwicklungszusammenarbeit wurden 2005 ein Fischzucht-Projekt und ein Projekt zum Anbau von Kakao- und Obstbäumen begonnen.

Ebenfalls  2005 wurde aus Mitteln des Fördervereins Evangelisches Gemeindezentrum Alfter ein leichtes Motorrad, zehn mechanische Nähmaschinen und 30 Moskitonetze angeschafft.

2006 und 2007 wurden die bisherigen Projekte fortgeführt.

2008 stand die Pflanzung von Ölpalmen und die Erweiterung der Fischzucht auf dem Programm. Der Tiefbrunnen in Onikoko erhielt eine Motorpumpe. Genaueres finden Sie im Jahresbericht 2008.

Finanzierung

Übergabe einer Nähmaschine und Übergabe von Setzlingen
Übergabe einer Nähmaschine
Übergabe von Setzlingen

Alle Projekte werden über Beiträge zu 70% aus Alfterzu 20% vom Erzdekanat Inalende  und zu 10% von den ländlichen Kirchensprengeln finanziert. Sie werden in Alfter von Felix Gattner und Hansjürgen Kreft im Auftrag des Fördervereins Evangelisches Gemeindezentrum Alfter und in Nigeria von Dr. Isaac Aiyelaagbe im Auftrag der Anglikanischen Kirche von Nigeria ehrenamtlich betreut. Die Beiträge aus Alfter kommen aus Spenden und Erlösen von Veranstaltungen unserer Gemeinde  (Sonntag Lätare, Sommerfest, Weihnachtsbasar) und aus Zuwendungen, die der Förderverein von der Zivilgemeinde Alfter aus Landesmitteln für die Kommunale Entwicklungszusammenarbeit erhalten hat. Alle Mittel werden vom Evangelischen Verwaltungsamt Bonn für den Förderverein so lange verwaltet, bis die erforderlichen Mittel für das jeweilige Projekt zur Überweisung nach Nigeria von uns angefordert werden.

Mit Dr. Isaac Aiyelaagbe, der als Dozent für Pflanzenbau an der Universität Ibadan tätig ist, können wir über Telefon und Internet Kontakt halten. Dr. Aiyelaagbe ist Koordinator in einem Team von 8 Personen, das gemeinsam die Projekte betreut.

Weitere Informationen: