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Kinderbibeltag Frühjahr 2008: Immer @nline - dein Engel

Bild einer Kleingruppe am Kinderbibeltag, die gerade den Engelrap probt und dazu mit ausgestreckten rechten Händen den Rhythmus mitschnippt

„Einen Engel, einen Engel, Gott, den brauch ich jetzt ...“ Der Rhythmus des „Engel-Rap“ von Tiki Küstenmacher erobert schnell den ganzen Saal des katholischen Gemeindezentrums an diesem Morgen. Köpfe nicken im Takt, Füße wippen mit, und begeisterte Kinder singen immer lauter, „... einen Engel, einen Engel, der so richtig fetzt!“

Um Engel geht es überhaupt den ganzen Samstag – lautet das Thema doch „Immer @nline – Dein Engel“. Gleich nach der Begrüßung zeigen die Ministranten in einem kleinen Theaterstück, wie Menschen für andere zum Engel werden können, in kleinen Gruppen werden Engelfiguren gebastelt, wird erzählt und gesprochen, und den Schlussgottesdienst am späten Nachmittag zieren dann zwei überlebensgroße, bunt bemalte Engel, die im Evangelischen Gemeindezentrum links und rechts neben dem Altar stehen. Eine Gruppe hat sie aus Spanplatten ausgesägt und nach den Vorstellungen der Kinder bemalt.  

„Immer @nline – Dein Engel“, unter diesem Thema trafen sich im inzwischen fünfzehnten Jahr Kinder aus Alfter, „Engel sind Menschen mit Herz“, so Pfarrerin Susanne Back-Bauer. „Wir haben dieses für uns Evangelische ungewöhnliche Thema gewählt, weil wir die Kinder darauf aufmerksam machen wollen, dass es immer wieder Menschen gibt, die für uns Engel sind: Sie kommen uns vor wie von Gott gesandt, weil sie uns in schwierigen Situationen zur Seite stehen und beschützen – auch wenn wir sie oft gar nicht wahrnehmen.“

„Ich nehm den Michael, ich nehm den Gabriel ... ganz egal welches Modell, schick ihn jetzt, ich brauch ihn schnell!“ Sechs Teams aus katholischen und evangelischen Gemeindemitgliedern kümmern sich um die insgesamt 56 Grundschulkinder, die sich für diesen Tag angemeldet haben. Über mehrere Monate hinweg hat die Gruppe unter der Leitung von Pfarrerin Back-Bauer und der katholischen Gemeinde­referentin Margarete Klimont sich selbst mit dem Thema auseinander gesetzt, Bücher und anderes Material gesichtet und nach Möglichkeiten gesucht, den Kindern etwas von den eigenen Erfahrungen weiterzugeben. Durch ein Vertrauensspiel zum Beispiel, in dem die Kinder sich fallen lassen können und von anderen aufgefangen werden. Oder durch schön bemalte Briefe, die einem lieben Menschen sagen: „Du bist ein Engel für mich“. Durch ganz viele kleine Engel, die aus verschiedenen Materialien gebastelt werden. Und eben durch den fetzigen Engel-Rap: „Einen Engel, einen Engel, Gott, den brauch ich jetzt ... einen der mir, wenn ich penne, einen Tritt gibt, dass ich renne ...“ In jeder Gruppe lernen die Kinder eine Strophe auswendig und singen sie dann im Gottesdienst den anderen  vor, begleitet von Musikgruppen aus beiden Gemeinden.

Überhaupt ist der Gottesdienst der krönende Abschluss des Tages: hier dürfen alle zeigen, was sie gebastelt und gemalt haben, dürfen Tänze aufführen und Geschichten erzählen – und damit Gott loben, der manchmal auch ihnen einen Engel schickt. „Engel sind auch Menschen, aber halt ganz besondere“, erzählte ein Mädchen schon beim Mittagessen seiner Nachbarin – schöner kann man es eigentlich nicht ausdrücken. „Gott ich muß schon sagen, deine Welt hat viele Mängel, darum gib dir einen Ruck, beam ihn runter, deinen Engel!“