Neue Spendenaktion der VEM fördert Frieden und Gerechtigkeit in Afrika, Asien und Deutschland

„Haltet das Recht und tut Gerechtigkeit!“ – unter diesem Leitwort aus Jesaja 56,1 hat die Vereinte Evangelische Mission (VEM) ihre neue Spendenaktion gestartet. Mit den Spenden werden Maßnahmen zur Schaffung von Frieden und Gerechtigkeit der VEM-Mitglieder in Afrika, Asien und Deutschland gefördert.

Die Spendenkampagne ist an die gleichnamige Menschenrechtsaktion 2024 der VEM angelehnt, die sich für den Schutz und die Unterstützung von Opfern schwerer Menschenrechtsverletzungen einsetzt. Mit den Fördermitteln können die VEM-Mitglieder beispielsweise Anwaltskosten für rechtlichen Beistand für zu Unrecht inhaftierte Menschenrechtsverteidiger*innen in Afrika und Asien bezahlen, Bildungsprogramme in allen drei VEM-Regionen bereitstellen, Netzwerke für Menschenrechtsverteidiger*innen ausbauen sowie Kooperationen mit internationalen und lokalen Organisationen eingehen, die sich für Frieden und Menschrechte einsetzen. Mehr Informationen und Projektbeispiele gibt es hier .

Online spenden

Spenden per Überweisung an die Vereinte Evangelische Mission, IBAN DE45 3506 0190 0009 0909 08, SWIFT/BIC: GENODED1DKD

Die Menschenrechtsaktion 2024

Die aktuelle Menschenrechtsaktion der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) erinnert mit dem Bibelspruch „Haltet das Recht und tut Gerechtigkeit“ des Propheten Jesaja an die vor 75 Jahren verabschiedete Menschenrechtsresolution der Vereinten Nationen (UN). Mit Infomaterial und einem Poster, auf dem sich ein Mensch an einem Herz festhält und so dem Stacheldraht entkommt, sind Kirchen und Gemeinden eingeladen, sich an der Aktion des internationalen evangelischen Kirchenbundes zu beteiligen.

„Wir stehen heute vor extremen Herausforderungen, wenn es um die Durchsetzung der Menschenrechte und den Schutz vor Gewalt und Unrecht geht“, machte VEM-Vorstandsmitglied Jochen Motte deutlich. Neben dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine und dem Krieg zwischen Israel und der palästinensischen Terrororganisation Hamas in Gaza gebe es viele von der Weltöffentlichkeit kaum wahrgenommene Konflikte, denen tausende Menschen schutzlos ausgesetzt seien.

Kaum wahrgenommen: Konflikte in Sri Lanka und dem Kongo

Als Beispiele nennt die VEM die Verfolgung von religiösen und ethnischen Minderheiten in Sri Lanka und den bewaffneten Konflikt im Osten des Kongo zwischen Milizen und Regierungstruppen. Auf den Philippinen seien die Menschenrechte durch außergerichtliche Tötungen im Zuge des ausgerufenen Anti-Drogen-Krieges bedroht.

Rassismus und Antisemitismus in Deutschland

Auch beim Blick auf Deutschland zeigt sich die VEM besorgt. Rassismus und Antisemitismus seien leider Realität hierzulande, sagte Motte. Hinzu komme eine wachsende soziale Ungerechtigkeit, weil inzwischen zwei Drittel des Privatvermögens auf nur zehn Prozent der Bevölkerung entfielen.

„Weltkirchen tragen den gleichen Wertekompass wie die Menschenrechte“

Bei der Auftaktveranstaltung betonten Teilnehmende, dass Religion sowohl den Boden für Gemeinsames bereite als auch durch Instrumentalisierung Auslöser für Auseinandersetzungen werden könne. Dennoch: „Die großen Weltkirchen tragen den gleichen Wertekompass wie die Menschenrechte“, betonte Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind (Grüne). Der Beauftragte der Bundesregierung für Religionsfreiheit, Frank Schwabe (SPD), regte eine bundesweite „Woche des interreligiösen Dialogs“ an, um Kontakte über die Glaubensrichtungen hinaus zu fördern. Auf lokaler Ebene gebe es entsprechende Veranstaltungen bereits.

 

Info: Vereinte Evangelische Mission

Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) ist eine internationale, gleichberechtigte Gemeinschaft von 39 Mitgliedern. Darunter sind 32 evangelische Kirchen in Afrika und Asien sowie sechs der 20 zur Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gehörenden lutherischen, unierten und reformierten Kirchen mit den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.

  • 26.4.2024
  • epd
  • Marcel Kuß